Lieblingsfolge: Friedemann Schulz von Thun - Kommunikation im Quadrat
Shownotes
In dieser Folge nehme ich dich mit in ein besonderes Gespräch mit Friedemann Schulz von Thun. Er ist Psychologe, Kommunikationswissenschaftler, Gründer des Schulz von Thun Instituts und vielen vor allem durch das Kommunikationsquadrat bekannt – häufig auch als Vier-Ohren-Modell bezeichnet.
Für mich war dieses Gespräch besonders, weil ich Friedemann Schulz von Thun nicht nur als fachliche Größe erlebt habe, sondern als Menschen, der genau das lebt, worüber er seit Jahrzehnten spricht: Kommunikation, Dialog, Stimmigkeit und echte Begegnung.
Wir sprechen darüber, was ein gutes Gespräch braucht. Nicht nur Frage, Antwort, Frage, Antwort – sondern ein dialogisches Hin und Her. Ein Gespräch, in dem beide Menschen etwas von sich zeigen und dadurch ein echter Beziehungsfaden entstehen kann.
Ein zentrales Thema ist natürlich das Kommunikationsquadrat. Friedemann erzählt, wie das Modell entstanden ist und wie es sich über die Jahre weiterentwickelt hat. Besonders spannend: Die vier Ohren kamen später dazu und machten das Modell aus seiner Sicht erst wirklich menschlich.
Wir sprechen außerdem darüber, warum Kommunikation nicht nur Technik ist. Es reicht nicht, Modelle auswendig zu lernen oder sich einen „kommunikativen Sonntagsanzug“ anzuziehen. Entscheidend ist, dass Kommunikation stimmig wird.
Und genau hier wird es besonders interessant: Stimmigkeit bedeutet nicht nur, authentisch zu sein. Stimmigkeit bedeutet, mit sich selbst und mit der Situation in Übereinstimmung zu kommen. In dieser Folge erfährst du:
- wie Friedemann Schulz von Thun auf Kommunikation und Beziehung blickt
- warum das Kommunikationsquadrat bis heute so wirksam ist
- was die vier Ohren mit Empathie, Betroffenheit, Sachebene und Appell zu tun haben
- warum Kennen noch lange nicht Können bedeutet
- weshalb Authentizität allein nicht ausreicht
- was Stimmigkeit in Kommunikation wirklich bedeutet
- warum Metakommunikation so wichtig ist
- wie kleine Momente echte Verbindung schaffen können
- was gute Gespräche lebendig macht
- warum Beziehung immer auch etwas mit Interesse, Resonanz und Gegenseitigkeit zu tun hat
Für mich war dieses Gespräch ein Beispiel dafür, wie Kommunikation wirken kann, wenn ein Mensch nicht nur über Dialog spricht, sondern ihn im Moment selbst gestaltet.
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Ich wünsche dir viel Freude mit dieser besonderen Folge.
Transkript anzeigen
00:00:00: Schön, dass du da bist.
00:00:01: Ich möchte dir heute wieder eine meiner absoluten Lieblingsfolgen zeigen und zwar mein Gespräch mit Friedemann Schulz von Thun!
00:00:10: Ich hatte ja das große Glück und das Privileg bei ihm zu Hause direkt ihn zu einem Gespräch einladen zu dürfen wobei er mich dann ja eingeladen hat aber das wirst du gleich in der Folge auch noch hören.
00:00:23: Das Spandel bei Friedo, ich durfte ihn auch duzen und alles.
00:00:27: Wir kennen uns aus seiner Fortbildung zusammen mit dem großartigen Herrgensasse hier.
00:00:33: Schöne Grüße an den Hergen!
00:00:36: Ich durfte nochmal den Friedemann Schulz von Thun ganz persönlich kennengelernt.
00:00:42: Es war einfach super inspirierend weil dieser Mann ist einfach Teil... der Art und Weise, wie wir kommunizieren auf der ganzen Welt in so vielen Ländern und Orten und Gebieten.
00:00:59: Das ist also eine riesige Bereicherung den auch mal persönlich zu treffen.
00:01:03: und vielleicht kennst du das aber auch wenn du jetzt solche Menschen triffst und bist dann eigentlich eher enttäuscht?
00:01:09: Weil die das was die da tun oder was sie propagieren und was sie dir erzählen sind nachher ganz anders.
00:01:15: Sowas durfte ich auch schon erleben dass ein oder andere Mal nicht Aber bei Friedemann Schulz von Thun, denn der hat genau das gemacht was er eben auch zeigt und wie er mit Kommunikation umgeht.
00:01:30: Und das war einfach nur großartig.
00:01:33: Es war egal, was ich ihm in diesem Interview rübergeschmissen habe für eine Frage Information oder irgendwas.
00:01:40: er hat sofort da draußen wertvollen Beitrag umgewandelt und ist in den Dialog mit mir gegangen.
00:01:47: also ein Podcast interviewer besser gesagt ein Gespräch Was sich von ganz alleine aufbaut.
00:01:55: dank Friedo Dank Friedemann Schulz von tun.
00:01:59: Aber hörst dir und siehst dir, wenn du magst einfach selber an und ja zieh dir raus was du dafür brauchst was du davon dir mitnehmen willst.
00:02:08: ich wünsche dir aber ganz viel spaß.
00:02:10: jetzt mit der folge los geht's.
00:02:27: Kommunikation Denken über Jahrzehnte geprägt hat.
00:02:32: Er ist Psychologe, Kommunikationswissenschaftler und vielen durch sein Modell des Kommunikrationsquadrates bekannt – was wir als das vier Ohrenmodell kennen.
00:02:43: Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit hat er über viele Jahre an der Universität in Hamburg gelehrt und das Schulz von Thun Institute gegründet In dem sein Ideen bis heute weiterentwickelt und vor allem das finde ich, dass schön in die Praxis übertragen werden.
00:03:00: Wir wollen heute miteinander reden.
00:03:04: Ich freue mich besonders darauf weil ja mein Gast den ich jetzt gleich verrate der eigentlich schon offensichtlich ist Ich würde sagen eröffnet Gedankenräume und das wird mein Spaß heute.
00:03:17: Herzlich willkommen Friedemann Schulz von Thun, schön dass du da bist!
00:03:21: Also hallo Dirk ebenfalls herzlich Willkommen in meinem Wohnzimmer.
00:03:26: Ja vielen vielen Dank.
00:03:27: im Grunde bin ich ja dein Gast.
00:03:29: also ich habe die.
00:03:31: die Eröffnung ist damit... Du bist meinen Gast.
00:03:33: aber eigentlich ist es heute anders.
00:03:35: Genau ich hab ja schon Cappuccino gekauft
00:03:37: Genau.
00:03:37: also ich fühle mich hier schon richtig und Gechse und alles.
00:03:40: haben wir da Beste Voraussetzung.
00:03:45: Vielleicht darf man noch vorher erwähnen, wir haben uns kennengelernt bei einem Seminar wo du natürlich auch drin warst im Schulz von Thun-Institut ich darf schon spoilern war super das Seminar und deswegen erduzen wir uns.
00:04:00: vielleicht darf man das ein bisschen verraten dass ich nicht hier alleine komme und gleich anfange von wegen hier.
00:04:06: moin moin wie wir Himmler sagen Frido, ich habe mal eine Frage an dich und die geht oder dreht sich um Leidenschaften.
00:04:19: Und ich fange auch gleich an.
00:04:20: also ich sage drei Leidschaften von mir und du musst dann raten welche gelogen ist.
00:04:26: Aha!
00:04:26: Wir probieren mal aus?
00:04:28: Eine
00:04:28: ist gelogen und zwei sind wahr.
00:04:30: Genau so sieht es aus.
00:04:31: Du darfst gleich herausfinden welche könnte gelogen sein Weißt du natürlich nicht.
00:04:36: Ich fange erst mal an und dann wirst du dran.
00:04:39: Okay,
00:04:39: perfekt!
00:04:41: Ich liebe es so saunieren in der Sauna zu sitzen, schwitzen Entspannung.
00:04:48: Ich liebe jaido zu machen.
00:04:52: Jaido ist die Kunst das Schwert zu ziehen auf der japanischen also das Katana zu ziehen
00:04:58: in
00:04:58: Hamburg genau Und ich liebe es jeden Abend groß auf Party, am besten weg.
00:05:05: Auf keinen Fall zu Hause auf der Couch zu sitzen.
00:05:08: Hast du eine Idee?
00:05:10: Ja natürlich!
00:05:12: Das dritte ist gelogen.
00:05:14: Genauso sieht das aus.
00:05:15: Ist es Stimmtes?
00:05:16: Ja, voll komplett!
00:05:18: Hast du wahrscheinlich schon rausgehört?
00:05:21: Die ersten beiden waren klarer... Also ich liebe es auch unterwegs zu sein und alles.
00:05:26: aber ich liebe dass dann auch wenn ich zu Hause bin und dann weiß ich heute muss sich nicht mehr raus.
00:05:30: Das
00:05:32: ist mein Lieblingssatz geworden.
00:05:33: Gut, dass wir heute Abend nicht noch weg müssen.
00:05:36: Ja!
00:05:36: Das ist im
00:05:37: Alter mein Lieblingssatz geworden?
00:05:39: Ich bin ja gespannt.
00:05:40: Meine Lieblungsleidenschaft ...
00:05:43: Dann wird es spannend, ob du diese Leidenschaft mit einbringst.
00:05:48: Hättest du mal so drei Leidschaften?
00:05:50: Drei Leidtschaften... Also die erste wärst du schon gleich nicht glauben.
00:05:55: ich sammle seit meiner Jugend Bierdeckel.
00:05:58: Ich hab sogar unten im Keller ein Raum tapiziert damit und so
00:06:02: weiter.
00:06:04: Es gibt auch Tausspörsen, das ist eine eigene Welt die ich mir bewahrt habe.
00:06:10: Ob das nur eine Leidenschaft ist?
00:06:13: Leidenschafft ist ja etwas was Leidenschaft soll ja ne Freundschaft sein also dass es eher einer Freundschaft mit dem Bier decken.
00:06:21: Zweitens ich bin von Haus aus Schachspieler Und mach keine Turnieren mehr, aber mit dem Computer gibt es ja heute wunderbare Möglichkeiten gegen ein Avatar zu spielen oder Schachaufgaben zu lösen.
00:06:38: Weil's zieht und setzt in drei Zügen Matt und sowas.
00:06:42: Oh okay wow!
00:06:43: Das ist auch nicht eine Leidenschaft, aber doch etwas was ich gerne tue wenn ich ein bisschen Zeit
00:06:50: hab.
00:06:50: Ja...
00:06:51: Und dritte?
00:06:53: Sollte ich noch eine Dritte sagen.
00:06:54: Eine Dritte
00:06:54: gerne, genau.
00:06:55: Ja, die Dritte wäre Klavier spielen.
00:06:58: Ich spiele nicht mehr ... Ich habe mal Unterricht gehabt als sechzehnjähriger in zwei Jahren.
00:07:04: Ich Spiel nicht mehr nach Noten das ist mir zu schwer aber ich komponiere selber ein bisschen und nehme das auf einem E-Klavier auf.
00:07:12: und jetzt hab' ich einen Stück gefunden was ich aus den Komponenten im Jahr.
00:07:19: Ich erinnere mich gar nicht mehr, aber es ist fantastisch.
00:07:22: Und ich muss mich abmühen, mich wieder zu erobern und spielen kann.
00:07:28: Also quasi wieder neu lernen?
00:07:30: Neu
00:07:30: lernen muss!
00:07:31: Okay... also jetzt muss eine gelogen sein.
00:07:35: Du hast es mir auf jeden Fall schwer gemacht.
00:07:37: Ja das ist unmöglich.
00:07:38: Das wirst du nicht
00:07:39: können.
00:07:39: Nee, ich muss dir ein bisschen raten.
00:07:41: Ich mache Ausschlussverfahren mit dem Schach.
00:07:44: Das habe ich schon mal gehört Nützt ja auch manchmal Schachmetaphern und direkt hinter dir steht ein wunderschönes Schachbrett.
00:07:54: Jetzt ist hier aber auch ein Klavier, ich tippe auf die Bierdeckel.
00:08:00: Dass die Bierdecke gelogen sind?
00:08:02: Alter Tat!
00:08:04: Aber ich hab wirklich, am Anfang von den Bierdeckeln erzählt das habe ich wirklich gedacht.
00:08:09: Ja also das muss es sein.
00:08:11: Ich hab's auch so erzählt dass es sehr glaubhaft war.
00:08:13: Total
00:08:13: total.
00:08:14: ja sehr schön!
00:08:15: Ich hab auch extra gesagt du wirst das erste wirst du mir schon nicht glauben.
00:08:19: Das war schon eine paradoxe Intervention aber bei dir funktioniert das nicht.
00:08:25: Er hat sehr gut funktioniert im Ausschlussverfahren.
00:08:29: Ja sehr schön wenn wir jetzt ins Gespräch gehen Was wäre für dich im Gespräch wichtig, dass wir uns wohlfühlen?
00:08:38: Ich kann jetzt schon sagen, ich fühle mich sehr wohl.
00:08:40: Jetzt schon mit allem dran.
00:08:42: Aber was bräuchtest du in einem Gespräch?
00:08:44: Dass wir ein Draht zueinander finden und du weißt ja drei Drähte sind quadratisch in den Gesprächsträten.
00:08:52: Aber es wäre schön, wenn nicht nur Frage antwort.
00:08:57: Sondern so wie du das eben gemacht hast.
00:09:00: Etwas von dir erzählst und von dir zeigst, sodass dann ein bisschen Dialogisches hin- und hergibt.
00:09:09: Das würde ich erfreulich finden!
00:09:12: Dann machen wir das genauso.
00:09:16: Wenn man jetzt mit dir in Beziehung geht... Was ist dann wichtig?
00:09:22: Und zwar nicht, ich meine jetzt nicht das Allgemeine also dass man höflich ist.
00:09:25: Dass man nett ist und aufeinander zugibt sondern ganz speziell mit dir.
00:09:30: wie würde würdest du sagen so wenn da jemand auf dem Kanal oder wie auch immer in Beziehung tritt?
00:09:37: Da bin ich dann offen.
00:09:39: und wo wärst Du komplett raus?
00:09:40: Wo würdest Du sagen oh nee das ist jetzt nicht
00:09:42: wahr?
00:09:42: Ja manche Menschen berichten viele Dinge über sich und ihr Leben dass mich nicht interessiert.
00:09:51: Ich höre dann eine Weile höflich zu und versuche es irgendwann zu unterbrechen, weil ich habe kein Bezug dazu.
00:09:59: Und warum erzählt er das?
00:10:00: Wenn er mir etwas berichtet was er ausgerechnet mir berichtet, weil da ein Bezug sieht zu mir zu dem was ich vorher gesagt habe oder weil er etwas von mir ahnt und weiß entsteht etwas.
00:10:17: Dann bin ich auch aufmerksam und schlafe nicht so schnell
00:10:20: ein.".
00:10:21: Ja, dann weiß ich ja Bescheid!
00:10:24: Wenn während des Gesprächs sich das so entwickelt... Also
00:10:27: manche erzählen stundenlang von irgendwelchen Reisen die sie gemacht haben in Thailand oder wo ich noch nie war und da fällt es mir wirklich schwer dann lange zuzuhören.
00:10:41: Wie lange schaffst du das dann?
00:10:43: Gibt es da eine Zeit oder ... Also,
00:10:44: dreißig Sekunden würde dann Maximum.
00:10:48: Und dann raus.
00:10:49: Ja
00:10:49: ja.
00:10:49: Im Grunde wie Kinder, dann ehrlich.
00:10:52: Kinder fangen
00:10:52: auch an irgendwo
00:10:53: und gucken die weg.
00:10:56: Manchmal hänge ich noch zwei Minuten Höflichkeit mesig dran aber dann muss auch wirklich Schatz sein.
00:11:02: Dann muss man ganz schnell los quasi um das die Zeit schon.
00:11:08: Sehr schön.
00:11:09: Was bekommt man denn von dir, wenn man in Beziehung tritt?
00:11:12: Also was hat man dann für ein im Grunde-Beziehungspartner?
00:11:16: Hast du da etwas anzubieten?
00:11:18: und ich nehme noch mal einen Schluck vom Medikaprochino schonmal...
00:11:21: Ja!
00:11:21: Das hängt vielleicht von der Person ab.
00:11:25: Ist das eine Person die mit mir flirtet oder ist das eine wissenschaftliche Größe, die etwas zu verkünden hat?
00:11:34: Also ich glaube dass es dann schon beziehungs- Persönlichkeitsabhängig und situationsabhängige.
00:11:41: Sag noch mal, was war deine Frage?
00:11:43: Gucken wir mal ob ich zu der Frage was gesagt habe überhaupt.
00:11:46: doch das ist genau dass.
00:11:48: also im Grunde ist ja die frage was man von dir bekommt.
00:11:52: und Ja es ist eine super antwort weil es kommt immer auf die person auch an.
00:11:57: Also wenn man das jetzt so überlegt hat ja auch jeder mit mit verschiedensten menschenbeziehungen Jedes Mal sind die Kanäle ja auch woanders.
00:12:08: Genau,
00:12:09: und er bekommt von mir dann eine Reaktion, die aus dem Haushalt meiner Erlebnisse oder meiner Gedanken stammt.
00:12:19: Und das wird dazu passen.
00:12:22: Dann besteht die Chance, dass es da ein energetisches Hin- und Hergibt.
00:12:27: Ja!
00:12:29: Und dann geht's los so... Ich erlebe dich mal so eine Zwischenfrage auch, dass dir das sehr großen Spaß macht.
00:12:37: Wenn da der Draht plötzlich da ist dann geht es los?
00:12:40: Ja ich bin ein ungeselliger Mensch aber wenn ich in meiner Rolle bin vielleicht als Lehrenda oder als Teilnehmer einer Fortbildungsveranstaltung, dann bin ich aufgeschlossener als im normalen privaten Leben.
00:12:58: Wo meine Geselligkeit schnell an ihre Grenzen kommt?
00:13:02: Ja!
00:13:03: Und bei das sagt man uns Norddeutschen ja auch so ein bisschen nach...
00:13:06: Achso, vielleicht ist es eine Raubdeutsche Eigenschaft.
00:13:09: Ich dachte immer, dass liegt an mir nicht.
00:13:12: Das liegt ja an meiner geografischen
00:13:15: Verbundenheit.
00:13:18: Ja, total.
00:13:19: Sehr schön!
00:13:20: Wann fühlst du dich gesehen?
00:13:22: Also in einem Dialog oder in Beziehung ... Oder wenn dann der Draht da ist, wo merkst du?
00:13:30: okay jetzt fühle ich mich
00:13:31: angenommen?
00:13:37: Wenn ich merke dass jemand etwas äußert und von sich gibt was irgendwas mit mir zu tun hat und weiß das er annimmt es interessiert mich
00:13:50: ja.
00:13:50: Wenn das gegeben ist, dann ist da ein Beziehungsfaden.
00:13:56: Und dann finde ich miteinander reden auf Spangeln?
00:14:00: Ja,
00:14:01: dann kann das losgehen.
00:14:02: im Grunde sehr schön!
00:14:06: Wenn du überlegst, wenn du in Beziehung warst bisher was ist so das schönste Kompliment?
00:14:11: Was du bekommen hast und zwar nicht so die ich meine jetzt nicht die typischen Wir sind ja nun beide sehr attraktiv finde ich dass so sagen darf oder vom äußerlichen Oder überhaupt sondern wo hast Du wirklich gemerkt?
00:14:23: Jetzt habe Ich etwas bekommen ein Komplament und es hat bei mir jetzt teugetroffen und impositiven Und da bleibe ich jetzt gerne drin.
00:14:33: in diesem Zustand Fällt dir da was ein?
00:14:38: Da fällt mir ein Erlebnis von gestern ein, aber das meinst du wahrscheinlich nicht.
00:14:42: Aber ich erzähle es trotzdem
00:14:44: mal.
00:14:46: beim Rückentraining wo dann die Geräte jeder seine Geräten macht war eine sehr alte Dame neben mir wahrscheinlich noch älter als ich und Dann ist sie auf mich zugekommen und hat gesagt Sie sind einer der Ganz wenigen Männer, die einen anlächeln.
00:15:07: Da gebe ich ihnen eine Hohepenote, hat sie gesagt!
00:15:14: Also das war ein unerwartetes Kompliment, was mich sehr gefreut hat.
00:15:18: Ich hatte es tatsächlich angelächelt.
00:15:21: Warum auch nicht?
00:15:24: Na ja aber das hast du nicht gemeint.
00:15:26: Im Grunde ist es etwas sehr einfaches.
00:15:30: also es muss gar nichts Großes sein.
00:15:33: wir stellen uns das immer so groß vor denke ich immer und am Ende ist es so ein kleiner Moment die kleinen
00:15:38: Momente.
00:15:39: dann hat man das so.
00:15:44: Aber ich weiß nicht, vielleicht ist das jetzt auch nur meine Wahrnehmung.
00:15:48: Aber ich habe wirklich manchmal das Gefühl es könnten ruhig mehr Menschen mehr lächeln.
00:15:53: Also wenn ich irgendwo durch die Gegend laufe oder so dann sind da sehr viele sehr ernst guckend.
00:16:00: Dann denke ich, ich bin der Einzige und bin natürlich nicht.
00:16:03: Ein kleines Lächeln klingt so kitschig.
00:16:06: Wenn man sagt ein kleines lächeln ist ein großes Geschenk klingt kitschisch aber da ist was dran.
00:16:12: Ja, und das ganz schön.
00:16:14: Das versüßt einem den Tag.
00:16:18: Welche Frage wird dir viel zu selten gestellt?
00:16:23: Ach du schreck!
00:16:23: Ja, das ist gleiche... Eine
00:16:25: Frage die mir zu seltsam gestellt wird.
00:16:27: Wir tasten uns an.
00:16:33: Keine Ahnung.
00:16:34: Ich
00:16:35: bin ehrlich, ich hätte auch direkt keine
00:16:36: Ahnung!
00:16:37: Ich komme ja nicht abends nach Haus und denke verdammt noch mal keiner hat mir wieder diese Frage gestellt auf die ich doch so gerne antworte.
00:16:49: Ja, das
00:16:50: ist gar nicht so einfach.
00:16:52: Gibt es denn eine Frage wo du sagst Die hätte ich in einem bestimmten Moment gerne mal gehabt.
00:17:00: Und auch das kann jetzt eine total nebensächliche Frage sein, wie möchten Sie sitzen oder Ähnliches?
00:17:06: Das ist ja manchmal auch schon sehr wichtig!
00:17:09: Oder dann eben etwas ganz Großes ein Angebot oder ähnliches.
00:17:15: Hast du das manchmal, dass du merkst, oh jetzt hätte ich das schon gerne gehabt, dass da hätte was kommen können so irgendwie?
00:17:22: Ja, deine Frage zielt ja darauf ab ob ich in den Kontakt etwas vermisse.
00:17:29: Im Grunde ja,
00:17:34: also bei privaten Partys oder Gesellschaften oder Geburtstagsfeiern wo meine Frau meistens alleine hingeht.
00:17:42: aber wenn ich dabei bin dann fällt mir schon auf dass ich eine Unsymmetrie fällt mir auf das ich oft aufgeschlossen frage die anderen was bei ihnen so los ist und usw.
00:18:00: und dass aber nicht in den selben Maße zurückgefragt wird.
00:18:04: Ich werde gar nichts gefragt, das fällt mir schon auf!
00:18:10: Und das ist eine Unsymmetrie die mir nicht gut gefällt.
00:18:16: Da hat man auch keine Lust mehr dann vor allem wenn man selber gefragt hat
00:18:21: und zugehört hat und sich interessiert gezeigt hat... Aber es kommt wenig zurück an Interesse, an Fragen aus irgendwelchen Gründen.
00:18:33: Ich weiß es nicht aber jedenfalls fällt mir das auf und das vermisse ich auf solchen privaten Gesellschaften in meinem Beruf natürlich, vermisse sich das überhaupt nicht.
00:18:46: da bin ich in der Rolle dessen der interessant ist für die Leute hinreichend.
00:18:52: Ja, das stimmt.
00:18:52: Das wäre auch komisch also wenn da keiner irgendwas fragen würde.
00:18:57: Aber das stimmt!
00:18:58: Also spannend wieder ich mag das sehr gerne wie du antwortest weil im Grunde du ja mehrere Fragen jetzt schon ganz anders beantwortet hast als ich gedacht habe.
00:19:09: Ahja
00:19:09: was hast Du gedacht?
00:19:10: Ich hab jetzt natürlich gedacht es geht um eine bestimmte Frage und vielleicht hat er da eine oder so und darauf könnte man jetzt schließen
00:19:18: aber
00:19:19: gar nicht.
00:19:19: Und dann
00:19:19: hättest du gerne diese Frage Das stellt dich immer vermissen.
00:19:22: Genau,
00:19:23: jetzt haben wir die Frage.
00:19:24: Aber das ist viel besser weil im Grunde geht es ja dann gar nicht darum was frage ich sondern überhaupt die Art und Weise also zu fragen.
00:19:33: und naja letztendlich geht's ja auch vielleicht gar nicht immer um die Inhalte sondern dass man gefragt wird und irgendwie sowas genau Ja
00:19:41: und mal von sich was berichten kann und so.
00:19:43: das vitalisiert ja
00:19:45: Und dann passiert auch was, habe ich so das Gefühl.
00:19:48: Also sonst ist das so ein.
00:19:49: Ich frage was?
00:19:50: Dann kommt etwas zurück... Da ist so Informationsaustausch irgendwie.
00:19:54: Ja also es gibt ja Leute den macht das Spaß mit mir jetzt nicht so.
00:20:02: Ja, ich muss gleich noch mal ein bisschen gucken.
00:20:05: Du hast hier nicht zufällig eine Uhr oder ähnliches?
00:20:07: Ich bin jetzt gar nicht vorbereitet... Oh
00:20:10: der Armband-Uhr!
00:20:11: Soll ich die mal in die Mitte legen?
00:20:12: Das
00:20:13: ist also das wäre ein Traub.
00:20:14: Guck mal so schlecht bin ich hier vorbereitet.
00:20:17: Perfekt.
00:20:18: Die alten Leute haben noch Armband-Uhr, weißt du?
00:20:21: Ich malige tatsächlich mir wieder eine zu holen... Ja!
00:20:23: ...ich weiß aber nicht vielleicht kannst Du mich nachher beraten oder...?
00:20:28: Und die sind alle gut, sie zeigen die Zeit an und mir will man von ihnen ja nicht.
00:20:32: Ne, genau.
00:20:33: Die anderen sagen einem auch gerne mal was man tun muss.
00:20:37: jetzt also hatte ich auch mal... Eben nicht
00:20:39: und messst Dein Puls und deine Schritte und so weiter sind dann Optimierungsmaschinen.
00:20:47: Die zeichnet die Zeit an.
00:20:48: Sehr
00:20:49: schön, vielen Dank!
00:20:54: Wenn du heute auf dein Kommunikationsquadrat schaust,
00:21:00: also
00:21:00: das Pioen-Modell... Was würdest du sagen?
00:21:05: Das gibt es jetzt schon ein bisschen länger?
00:21:07: Es ist
00:21:08: fünfzig
00:21:09: Jahre alt und seit wie viele Menschen das schon beeinflusst hat.
00:21:13: Ich weiß gar nicht ob man das überhaupt ansatzweise sehen kann.
00:21:15: natürlich durch Bücher, also die Verkäufe sind ja die exten.
00:21:20: Auflagen-Schulen.
00:21:21: Ja und im Schulunterricht inzwischen natürlich... Da hatte
00:21:23: ich das nämlich auch das erste Mal?
00:21:25: Du hattest es in der Schule schon?
00:21:27: Ich hatte es in einer Schule.
00:21:27: Elfte
00:21:28: Klasse Deutsch?
00:21:29: Ich glaube ... da einmal irgendwo elfte, zehnteelfte Klasse und in der Ausbildung zum Erzieher die ich mal gemacht habe.
00:21:37: Und da kam das nochmal wieder?
00:21:39: Da
00:21:39: kam das wieder!
00:21:39: Ja ja... Und da hab' ich viel verstanden.
00:21:42: vor allem hab', ich verstanden grundsätzlich ach es gibt nicht nur den einen Kommunikationsweg und so weiter.
00:21:49: heute hab' Ich also das finde ich das Schöne auch an dieser dieses Modell ist so einfach und so klar Lebensepoche oder in jedem Lebensabschnitt, wenn man dann sich dem wieder noch mal zuwendet lernt man wieder Neues.
00:22:08: Also gar nicht... ich guck mir das an jetzt habe ich das verstanden für die nächsten dreihundert Jahre sondern was ich so schön fand war Ich hab' das erst im letzten Jahr mir nochmal angeguckt auch mit ein paar anderen Modellen und habe gemerkt wie extrem ich auf der Beziehungsebene kommuniziere Und dass das mein größter Kanal ist und ich jetzt aber auch mal gucken darf, wie es den anderen Kanälen so geht.
00:22:35: Weil andere Menschen vielleicht mehr auf anderen Kanälen dann kommunizieren und
00:22:40: da reinrücken.
00:22:42: Wenn du das Kommunikationsquadrat jetzt nimmst ... Was würdest du sagen?
00:22:49: Gibt es etwas, was du damals noch nicht gesehen hast, wo du das quasi erstellt erfunden
00:22:54: hast?
00:22:55: Was du heute eher siehst, wo du sagst, das wusste ich damals eigentlich noch gar nicht.
00:23:00: Also über deinen Quadrat?
00:23:02: Das fing ja rein akademisch an.
00:23:05: Die Äußerung, die Nachricht haben wir damals gesagt, äußerungen passt aber besser.
00:23:11: Die Nachricht hat vier Aspekte und das können wir mit einem Quadrat darstellen.
00:23:17: Später kamen dann die vier Ohren dazu dass ich vor allen Dingen mit dem Grünen, mit dem Selbstkundgabe-Ur hören kann.
00:23:24: Und dann bin ich empathisch oder ich kann mit dem Betroffenheitsur hören, mit den gelben Beziehungsohren und dann bin Ich selber betroffen wie redet der eigentlich mit mir?
00:23:34: Ja!
00:23:35: Oder ich Kann Mit dem Sachuhr Hören Oh da stecken drei Behauptungen drin zwei davon stimme ich zu der dritten überhaupt nicht und so weiter.
00:23:44: Und ich höre mit dem Appell Ohr, was erwartet er von mir.
00:23:48: Was wünscht er sich?
00:23:49: Was soll ich nun tun?
00:23:50: Denken fühlen handeln.
00:23:54: Die vier Ohren kam später erst dazu.
00:23:57: Also da wurde das Quadrat menschlich.
00:23:59: Da wurde es eigentlich erst menschlig.
00:24:01: vorher war's rein sprachwissenschaftlich akademisch Auf
00:24:08: einem informellen Informationscharakter in die Richtung.
00:24:14: Wie gehen Informationen von einem zu anderen?
00:24:16: Ganz genau, ja!
00:24:17: Okay, und
00:24:18: dann später kam ja auch sogar noch die Schneebel hinzu.
00:24:21: Ist das so richtig?
00:24:22: Ganz
00:24:22: genau!
00:24:23: Vier später
00:24:24: noch oder zusammen mit den Ohren?
00:24:26: Ja, die Schneebel kamen noch ein bisschen später.
00:24:28: ganz genau.
00:24:29: du redest so wie dir der Schnabel gewachsen ist sagt man ja aber hier sind vier Schneebels gewachsen.
00:24:36: gut wenn du das weißt Und du hast die Auswahl mit welchem der vier Schneebelt Du vor allen Dingen ins Kontakt gehen willst.
00:24:47: Genial, wie einfach.
00:24:49: Ich frage mich dann immer, wenn man so ein Modell dann entwickelt ... Es kam ja jetzt nicht, oh, zwanzig Jahre später, da fehlt noch eine Ecke.
00:24:59: Da fehlt einen Ohr.
00:25:00: Das ist in sich geschlossen und alles drin.
00:25:06: Wie macht man das im Grunde?
00:25:07: Dass man sowas erfindet oder sowas ... findet vielleicht auch ein bisschen und dann eben nicht später noch mal merkt, oh das ist also wie schafft man diese Ganzheit?
00:25:19: Das
00:25:19: es von vornherein schon perfekt ist.
00:25:21: Ja ich muss zugeben während du so sprichst kommt mir etwas in den Sinn.
00:25:27: Ich muss zu geben dass die Beziehungsebene im Grunde einen Knick hat und das haben wir später entdeckt.
00:25:34: Das haben wir noch später entgegt.
00:25:36: ja da sind zwei Aspekte drin die man wohl noch unterscheiden sollte.
00:25:41: Und zwar einmal ist da die Du-Botschaft, was ich von dir halte.
00:25:48: Bist du dumm?
00:25:52: Weißt doch jedes Kind so ungefähr, die Du Botschaft.
00:25:55: und das zweite ist die Beziehungsdefinition.
00:25:59: Ich sehe unsere Beziehung so, dass du mich etwas fragen darfst und ich bin bereit zu antworten.
00:26:06: Aber das ist nicht selbstverständlich!
00:26:08: Ja...
00:26:08: Ich könnte auch sagen, so sehe ich unsere Beziehen gar nicht.
00:26:12: Du darfst mir etwas von dir erzählen aber ansonsten ist alles tabu.
00:26:16: Also die Beziehungsdefinition ist etwas noch unterschiedliches.
00:26:21: Es ist eine Wir-Botschaft als die Du-Botschaft durch die ich zu erkennen gebe was sich von dir halte.
00:26:30: Das gefällt mir natürlich sehr gut, dass der Beziehungsbereich da eine Sonderrolle hat.
00:26:35: Gerade als Beziehungsmensch finde ich das interessant.
00:26:38: Ja gerade im professionellen Bereich ist es gut auch die Beziehesdefinition sorgsam zu hören und zu überprüfen ob ich damit einverstanden bin.
00:26:48: Und dann sage ich vielleicht du scheinst davon auszugehen verpflichtet bin, die Informationen bei dir abzuholen.
00:26:56: Das ist eine Hohlschuld.
00:26:58: Wie sagt man?
00:26:59: Eine Holschuld?
00:27:01: Ja das sehe ich anders.
00:27:04: Ich sehe in unserer Beziehung so dass du mir freiwillig lieferst sobald etwas Neues entsteht, was mich interessieren könnte und mich interessiert müsste.
00:27:16: Also die Beziehungsdefinition hat noch etwas, was wir später entdeckt haben, dass das wichtig ist.
00:27:25: Ja, da merkt man mal wieder wie komplex Beziehung dann doch am Ende ist.
00:27:32: Aber das geht ja eigentlich noch, ist da trotzdem in der Beziehung drin.
00:27:36: Also finde ich eine erstaunliche Leistung dass dann sowas erfunden wird was dann so lange trägt.
00:27:43: also man kann jetzt nicht sagen oh da fehlen aber noch drei Ohren oder zwei Schnebel oder so sondern das ist in sich geschlossen ein tolles System.
00:27:53: Ich würde auch sagen, das ist jetzt nur meine Ansicht.
00:27:56: Aber deswegen war es wahrscheinlich so erfolgreich gewesen, weil jeder sofort Zugang dazu hatte.
00:28:03: Kommunikation wurde dadurch unterrichtbar?
00:28:06: Ja!
00:28:07: Ist dann zum Schulunterricht geworden.
00:28:09: Ja,
00:28:10: im Grunde sitzt ihr bar und zu gucken wo sie hier ist.
00:28:14: Sehr schön!
00:28:15: Und das was man da unterrichten kann es erstmal leicht.
00:28:18: Das kann man erstens, zweitens, drittens, viertens schnell kapieren.
00:28:21: aber zwischen kennen, das Modell kennen und dann können is natürlich noch ein Himmel weiter unterscheiden.
00:28:27: Wem sag ich das
00:28:28: jetzt?
00:28:30: Im Grunde ist das ja unsere Lebensaufgabe am Ende das dann zu lernen Dann können, dann haben wir gelebt ungefähr.
00:28:39: Kann man so sagen
00:28:40: ja?
00:28:41: Vielleicht auch ein bisschen früher das geht ja auch damit.
00:28:45: Was würdest du heute anders leeren als vor dreißig Jahren?
00:28:49: also du hast ja ohneheimlich viel, da habe ich ja auch schon anfangs gesagt in Hamburg in der Universität und so weiter, da hast du gelehrt Wie viele Jahre insgesamt, kannst du das gerade so sagen?
00:29:04: Von neunzehntzig bis zweitausendnein.
00:29:08: Das waren über dreißig Jahre.
00:29:10: Immer
00:29:10: alles im selben Büro.
00:29:12: Das musst du erst mal nachmachen.
00:29:13: Ja, das fällt jubilsundundachtzig.
00:29:15: Oh ja!
00:29:16: Das wird mir sehr schwer.
00:29:17: bei mir muss immer auch gerne alles anders sein
00:29:19: und
00:29:21: mag ich auch gerne.
00:29:22: Und am Anfang da war ich maximal eine gute Idee um dass man sozusagen da war Ich noch nicht auf der Welt.
00:29:33: Was würdest du heute anders machen oder würdest Du es noch genau so machen?
00:29:38: Nein,
00:29:38: unsere Hamburger Kommunikationspsychologie hat sich im Laufe der Jahrzehnte schon sehr gewandelt.
00:29:45: Wir haben angefangen mit dem was ich heute etwas selbstironisch den kommunikativen Sonntagsanzug nenne.
00:29:53: Oh das klingt interessant!
00:29:55: Leuten zu den Lehrern und Managern und Führungskräften gesagt, vor allen Dingen wertschätzend.
00:30:02: Nicht bevormunden ich Botschaften aktiv zuhören alles sehr gut gemeint
00:30:10: ja.
00:30:11: aber dann haben die Leute sich bemüht das eifrigzubefolgen.
00:30:16: und irgendwie der mensch dahinter der der verschwand hinter dem Schulungsgehabe.
00:30:23: Ja, ich verstehe.
00:30:24: Hinter
00:30:24: dem gekünstelten gut gemeinten Schulungsgehabe.
00:30:28: Dann kam eine neue Welle durch Routcon und die humanistische Psychologie Authentizität.
00:30:36: Kommuniziere so wie du bist, wie dir innerlich zu Mutter ist, wie es deiner Persönlichkeit entspricht, sodass Sprechblase und Mensch übereinstimmen.
00:30:47: Das war die zweite Phase Und dann haben wir gemerkt, ja aber die Herausforderungen im Leben sind nicht so dass ich mich überall unverfälscht zum Ausdruck bringen soll.
00:31:00: Ich muss auch ein bisschen dafür sorgen das ich dientlich bin für das worum es geht und für die Situation um die es geht.
00:31:08: Ja und dann ist der oberste Leitstern nicht mehr die Authentizität gewesen sondern die Stimmigkeit Die doppelte Übereinstimmung, sowohl mit mir selber.
00:31:18: Da taucht das Authentische noch mal auf... ...aber auch mit den üben Übereinstimmungen und dem was die Situation mehr abverlangt.
00:31:26: Und was zur Situation passend ist.
00:31:28: Ja!
00:31:29: Das nenne ich diese Doppelte-Übereinstimung.
00:31:32: Nenn ich Stimmigkeit, dass es der oberste Leitstern... ...und unsere ganzen Modelle dienen dazu ein Gefühl für Stimmigkeiten zu bekommen?
00:31:41: Ja, ich verstehe.
00:31:43: und zu suchen, was ist für mich in dieser Situation stimmig?
00:31:48: In der ich mich hier jetzt befinde.
00:31:51: Ja
00:31:52: großartig, weil ich bin ja viele auch im sozialen Bereich unterwegs.
00:31:57: Also in Kitas und so.
00:31:58: Und
00:31:59: da wird gerade auch das Thema Authentizität gerne als Ausrede genommen, bestimmt woanders auch aber ich kenne das jetzt von daher sehr viel.
00:32:09: also nach dem Motto Das bin halt ich!
00:32:12: So bin ich nun mal!
00:32:14: So müsste mich jetzt anzipieren, denn so bin ich.
00:32:18: Keine Ahnung, auch mal unfreundlich oder so unangemessen.
00:32:23: Den
00:32:23: musst du jetzt gar nicht sein!
00:32:24: Also du kannst doch woanders so sein.
00:32:27: Ja insofern super gesagt.
00:32:29: also die Authentizität ist wichtig im Grunde Das handeln dann auch.
00:32:35: Also zu wissen, wie?
00:32:36: Das hatten wir ja auch im Grunde so ähnlich in der GFK eine gewaltfreien Kommunikation, dass man das... Dass es nichts bringt, das alles auswendig zu lernen und abzuschulen.
00:32:46: Das ist die
00:32:47: Beobachtung.
00:32:47: zweitens das Gefühl des Bedürfnis.
00:32:49: viertens die Bitte.
00:32:50: Ja.
00:32:51: Und
00:32:53: da ist in Gefahr, dass es da Muster-Schüler erzielt,
00:32:56: sie
00:32:56: das alles richtig machen wollen usw.
00:32:59: Dann fühlt man sich als gegenüber gar nicht mehr gesehen.
00:33:02: Also am Ende so, wenn man das dann hat.
00:33:05: Ja Stimmigkeit.
00:33:07: Nämlich
00:33:07: gerne mit...
00:33:09: Und etwas ist noch dazu zu erwähnen Das metacommunikatorische Prinzip.
00:33:16: Weil wenn wir miteinander zu schaffen haben und einander dann zu schaffen machen Dann kann das was für mich stimmig ist zum Beispiel dir sehr viel Raum zu geben und dich in Ruhe zu lassen.
00:33:28: Du wirst es schon richtig machen, das traue ich dir
00:33:30: zu.".
00:33:32: Was für mich stimmig ist kann für dich entsetzlich sein!
00:33:35: Weil du brauchst mehr Klarheit, Kontrolle, Orientierung, Begleitung... Und dass wir darüber sprechen können, also auf der Meta-Ebene darüber reden können wie wir miteinander Kooperieren, wie wir miteinander reden.
00:33:53: Und was mir daran behakt und gefällt und was ich gerne anders
00:33:56: hätte.".
00:33:57: Also im Grunde, wie unsere Stimmigkeiten harmonieren
00:34:00: können wir das so?
00:34:01: Richtig.
00:34:02: Ja schön!
00:34:03: Ja toll
00:34:04: und immer weiterentwickelt.
00:34:06: Das
00:34:07: gefällt mir alles sehr gut.
00:34:08: weil also Beziehung ne und dann miteinander.
00:34:12: was gibt es da schöneres?
00:34:13: Ja
00:34:13: also Stimmigkeit und das metakommunikatorische Prinzip
00:34:17: ja
00:34:18: dass zusammengenommen ist jetzt der Weg des
00:34:20: Heils.
00:34:22: So machen wir das erst mal.
00:34:25: Was war die vielleicht wichtigste Lektion über Menschen, die du im Laufe deines Lebens gelernt hast?
00:34:30: Gibt es da so eine, wo du... Also das muss nicht die Wichtigste sein.
00:34:33: Weil meistens blockiert man dann und dann weiß man nicht oh was muss jetzt... also was kommt dir als erstes in den Sinn?
00:34:39: Wo du merkst ja wow!
00:34:41: Ja, durch Christoph Thoman habe ich das Riemann-Thoman-Modell kennengelernt.
00:34:46: Das kennst du ja?
00:34:47: Da warst du bei uns im Kurses...
00:34:49: Genau!
00:34:50: Da gibt es auch jetzt eine Folge schon zu.
00:34:53: Wenn ihr die noch nicht gehört habt, hört sie gerne an.
00:34:56: Ah ja, okay.
00:34:58: Bei
00:34:58: dir?
00:34:59: Auf Dankkanal?
00:34:59: Genau, hab ich das ein
00:35:01: bisschen erzählt.
00:35:02: Ja und dieses Ried der Riemann war mir von der Universität hier bekannt aber ich konnte ihn mit meinem Leben und mit mir selber nicht so recht in Verbindung bringen.
00:35:13: Aber durch Christoph Thoman dann Der hat den Paaren erklärt die vier Himmelsrichtungen der Seele wie ich sie dann genannt habe Und dass die Menschen unterschiedlich sind.
00:35:25: Da ist es, dass diese Menschen gibt, die sehr auf dem Nähepol
00:35:34: besetzt
00:35:36: sind.
00:35:37: Und Teamgeist und Verständnis und Empathie verwirklichen können.
00:35:44: Eine Behaglichkeit im Wir- und Hingabefähig.
00:35:48: Dass es aber auch Menschen gibt ,die viel mehr Abstand brauchen... und auch Abstand realisieren können, sich abgrenzen können.
00:35:56: Nein sagen können, Konflikte eingehen können usw.
00:36:00: Und dass beides und das Menschen sehr unterschiedlich sind was sie dann brauchen und welche Werte sie hoch-und heilig halten.
00:36:08: Der eine hält den Wert der Solidarität hoch und heiligt, der andere den Wert zur Selbstbestimmung.
00:36:16: Und dass da Welten aufeinander prallen, im Beziehungsleben.
00:36:21: Das war für mich doch noch eine sehr wichtige Ergänzung meiner Menschenkenntnis muss ich sagen.
00:36:29: Ich hab das auch schon in der Folge gesagt, ich kann das Modell nur empfehlen.
00:36:34: Ich hab persönlich dadurch gemerkt ... Ich dachte immer, ich wär der totale Nähemensch mit Beziehung und so weiter.
00:36:42: Aber wenn ich allein bin, liebe ich das eben in dieser Distanz zu sein.
00:36:48: Die ist ja dann schon räumlich da.
00:36:50: aber für mich zu sein, mich abzugrenzen, nur ich bin jetzt da Und ich bin mit mir alleine, das liebe ich jetzt auch.
00:36:59: Ich konnte so beides...
00:37:00: Da hast du schon zwei Seiten in dir entdeckt?
00:37:03: Genau!
00:37:03: Zwei innere Teammitglieder.
00:37:05: Ja da kommt das Modell vom inneren Team hinzu
00:37:10: und vor allem wurde mir durch das Riemann Thummann-Modell was ich ja dann in deinem Institut auch lernen durfte erst klar auch vor allem als du dann da warst Für mich diesen Spaß vermittelt, hast diese Freude daran eben die anderen Bereiche auch zu entdecken.
00:37:30: Bisher kannte ich ja nur so Ja du bist jetzt in der Ecke und das bist Du jetzt!
00:37:33: Entweder
00:37:34: oder?
00:37:34: Und dann musst
00:37:34: Du damit irgendwie leben und vielleicht kannst Du Dich ein bisschen weiterentwickeln.
00:37:38: aber Du hast dann davon gesprochen.
00:37:40: so Ja es macht doch Spaß jetzt auch mal noch Die Anderen Bereiche kennenzulernen.
00:37:44: wie bin ich da und wie lebe ich da?
00:37:46: Das fand Ich sehr inspirierend.
00:37:49: Ich kann in meinem Leben etwas erobern, was mir von Haus aus nicht so gegeben war.
00:37:55: Das ist natürlich auch eine herrliche Erfahrung.
00:37:57: Hinter integralen Persönlichkeiten.
00:38:02: Auch selbst die Prägung aus dem Elternhaus darf man wertschätzen trotzdem aber hinter sich lassen und dann darf man neue Sachen erobernen.
00:38:12: Fand ich super.
00:38:14: Ja, wir kommen so langsam schon leider zum Ende... Also
00:38:17: du hast ja die Uhr jetzt verauert?
00:38:19: Ich habe nicht
00:38:19: die
00:38:20: Uhr genau da!
00:38:21: Ich hoffe das passt auch untechnisch alles so.
00:38:27: Im Grunde hab' ich noch eine letzte Frage und danach eine Bitte.
00:38:32: Die Bitte fragt dich jetzt schon.
00:38:34: Ich weiß, dass du Gedichte machst und Gedichte schreiben sagt man.
00:38:41: Und vielleicht hast du eines was zum Schluss noch mitgeben darf?
00:38:44: Das sag ich jetzt schon damit du schon mal eins rauskramst.
00:38:46: also würde mich sehr freuen wenn das ginge.
00:38:50: und die letzte Frage ist im Grunde gab es in deinem Leben und auch hier wieder muss es nicht der große Moment sein aber so ein Moment den du erinnerst wo sich dein Leben ganz stark verändert hat, aufgrund von einer Beziehung.
00:39:07: Von einem vielleicht einem kennenlernen oder dass da jemand in deinem Leben getreten ist oder ähnliches?
00:39:13: Oder einfach nur das jemand da war und wo du aufgrund der Beziehungen gemerkt hast oh ich geh jetzt mal ganz woanders lang muss ja nicht komplett sein aber wo es dann eine große Veränderung war.
00:39:23: Hast du da sowas erlebt?
00:39:26: Naja er würden mir wahrscheinlich mehrere einfallen.
00:39:30: Christoph Thoman habe ich schon genannt, der mir das Riemann-Thomann-Modelle.
00:39:34: Da haben wir das auch für unsere Beziehung dann angewandt und dann festgestellt ja er bringt mehr Leben in die Bude weil er ein Wechsel Talent ist und ich bring ihm Ordnung in die bude weil ich ein dauerter länd bin.
00:39:51: Das war eines und meine Frau hat natürlich dadurch, dass sie sagte will eine Familie da hätten wir doch vielleicht auch gerne Kinder.
00:40:00: das hätte ich mir von mir aus nie ausdenken können.
00:40:05: Ich habe dann immer gesagt ja vielleicht später
00:40:07: noch
00:40:08: Zeit zu ungefähr aber das hat natürlich mein Leben enorm bereichert wie sie überhaupt für meinen Privatleben ein eine Meisterin war.
00:40:19: Ich war immer hervorragend im Beruf leben, aber das Privatleben war doch eher entwicklungsbedürftig bei mir und da brauchte ich jemanden der mir da sozusagen auf die Beine hilft und mich unterstützt.
00:40:34: Eine Entwicklungshelverin quasi auch
00:40:36: schön!
00:40:37: Ja, mit den Gedichten.
00:40:39: Ich habe viele Gedichte gemacht aber ich kann sie alle nicht auswendig.
00:40:42: Ich müsste da eins holen.
00:40:44: Und bin so froh dass du das sagst weil ich mache ja auch Musik also nebenbei und so.
00:40:49: Ja!
00:40:50: Und ich kann meine eigenen Liedtexte mir merken.
00:40:52: Auch nicht ne?
00:40:53: Ja, überhaupt nicht.
00:40:54: Also wenn du magst gerne schneiden dann nachher zusammen ist gar kein Problem.
00:40:59: Hast du Lust eins zu holen?
00:41:00: Dann hole ich mal eins.
00:41:01: Sehr gerne.
00:41:02: Während Frido jetzt sein Gedicht holt, auf das ich mich schon sehr freue hier ein Hinweis in eigener Sache zum Thema Kommunikation.
00:41:10: Wenn du diese bei dir verbessern möchtest dann möchte ich dich einmal einladen dir ein paar Angebote von mir anzuschauen.
00:41:18: Ganz besonders für die Kommunikation zu dir selber, möchte ich dir Coaching am Meer ans Herz legen.
00:41:25: Wenn du Fachkraft bist gerade im pädagogischen Bereich oder viel mit Menschen arbeitest dann möchte ich Dir gerne die Weiterbildungsreihe zum Beziehungspädagog an das Herz legen.
00:41:38: Oder ich komme einfach in dein Team und coache dort direkt bzw mache dort ein In-House Seminar mit dir und deinem Team.
00:41:48: Wenn dich das interessiert, schreib mir dazu gerne einfach eine E-Mail an Anfragen at dirkviebelkorn.com oder du gehst einfach auf meine Homepage dirkviebelkon.com und kannst dann direkt mir auch dort eine Nachricht schreiben.
00:42:03: ich freue mich drauf!
00:42:04: Und jetzt geht's los und weiter mit Fridos Gedicht!
00:42:11: Von Hessen muss ich vielleicht nicht noch mal rekapitulieren.
00:42:15: Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe usw.
00:42:20: Das hat die Überschrift Stufen und ich habe die Üerschrift gewählt, Stammsitz.
00:42:25: Ich glaube, ich hab das tatsächlich schon
00:42:28: gehört?
00:42:29: Ja!
00:42:30: Wie jeder Baum im Erdreich wurzelt und steht und wächst an seinem Platz so soll der Mensch dort heimisch werden wo er in Ruhe reifen kann.
00:42:45: Wir sollen nicht nur madenhaft, irlichtern ziehen von Raum zu Raum!
00:42:51: Kaum sind wir gerade angekommen, Nicht rastlos gleich zum Aufbruch blasen Und ruhelos und flüchtig rasen Und ohne festen Stammsitz sein.
00:43:05: Vergänglichkeit ist uns im Leben Von der Natur umsonst gegeben.
00:43:09: Der Wechsel kommt von ganz allein.
00:43:12: Nur durch Beständigkeit und kluges Walten kannst du bewährtes Lang erhalten, Und in der Welt geborgen sein.
00:43:23: Nur wenn die Seele fest verwurzelt und tief geerdet ist Dann hat sie Halt – und hält auch starken Stürmen stand!
00:43:34: Wohl mag sie auch von fernen Räumen Vielleicht sogar vom Fliegen Träumen Doch wenn sie abstürzt und erwacht, dann hat es ihr nichts ausgemacht von euren Traum.
00:43:49: Und wenn dich eins der Tod erwartet sobald es Zeit ist sei bereit Dann seid dein Werk, dein Reich, dein Feld.
00:43:58: nach weiser Planung wohl bestellt Hast du's mit Sorgfalt übergeben.
00:44:04: darfst Du erwarten nach dem Leben den Stammsitz für die Ewigkeit?
00:44:12: So viel zum Stammensitz.
00:44:15: Vielen Dank, lieber Frido!
00:44:16: Einmal dafür das Gedicht aber auch für unser kleines Gespräch.
00:44:21: Ich werde es mir noch ein paar Mal anhören tatsächlich.
00:44:25: Vielen lieben Dank, ich habe mich sehr wohl gefühlt.
00:44:27: Auch vielen Dank für die Gastfreundschaft und dass ich Gast bei dir sein
00:44:30: durfte.
00:44:31: Also danke für dein großes Interesse und für deinen inspirierendes Anstiften.
00:44:37: Danke dir.
00:44:38: Sehr gerne.
00:44:43: Bewertet den Podcast, abonniere den Kanal
00:44:46: und besuche Dirk gerne auf
00:44:47: Instagram oder dirkfiebelkorn.com.
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