Mitgefühl statt Mitleid – Warum Helfen nicht heißt, mitzuleiden
Shownotes
Mitgefühl verbindet. Mitleid kann uns dagegen mit ins Leid ziehen. Aber wo genau liegt der Unterschied? Und warum ist diese Unterscheidung gerade in Pädagogik, Coaching und sozialen Berufen so wichtig?
In dieser Folge von Ich sehe Dich! spreche ich darüber, warum wir unangenehme Gefühle bei anderen nicht immer sofort „wegmachen“ müssen und weshalb der Wunsch zu helfen manchmal mehr mit uns selbst zu tun hat als mit der Person vor uns.
Du erfährst:
- worin sich Mitgefühl und Mitleid unterscheiden
- warum Helfen aus Mitleid Menschen kleiner machen kann
- weshalb nicht jedes unangenehme Gefühl sofort verschwinden muss
- wie eigene Trigger unser Helfen beeinflussen können
- warum Selbstreflexion für Fachkräfte so wichtig ist
- was professionelle Nähe für mich wirklich bedeutet
- wie du präsent bleiben kannst, ohne selbst im Leid unterzugehen
Ein zentraler Gedanke dieser Folge: Ich kann sehen, wie schwer etwas für dich ist, dir trotzdem etwas zutrauen und dich dabei begleiten.
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Transkript anzeigen
00:00:00: In dieser Folge geht es um Mitgefühl und Mitleid, was der Unterschied zwischen diesen beiden Dingen ist.
00:00:07: Und warum dieser Unterschied so wichtig ist?
00:00:10: Wie dir dieses Wissen in deinem Alltag oder auch in dein Job – wenn du mit anderen Menschen arbeitest – hilft!
00:00:17: Los geht's!
00:00:29: Vor nicht allzu langer Zeit war ich in einem Gruppencoaching.
00:00:34: Die Gruppe war ungefähr fünfzehn bis zwanzig Leute groß Und wir saßen alle im Kreis und ich habe gecoached.
00:00:43: In diesem Moment ging es eigentlich nur um Ressourcenanreicherung, also im Coaching gibt es so verschiedene Bereiche wenn du das noch nicht so kennst.
00:00:52: Das ist jetzt sehr vereinfacht ausgedrückt hier aber es gibt zum Beispiel den Bereich wo du ganz tiefe Blockaden löst.
00:00:58: dann gibts auf der anderen Seite auch wieder den Bereich, wo du einfach nur ressourcen anreicherst nicht besonders viel.
00:01:09: Also im Positiven natürlich schon, aber da wird keine tiefen Sachen nach oben geholt oder ähnliches.
00:01:16: und in diesem Moment war es trotzdem so dass jemand dort also ich habe dann einen Format gemacht so nennt sich das in Coaching also wo wir Sachen gemacht haben wo die Person auch aus verschiedenen Sichtweisen gucken konnte Und dann kam ein sehr emotionaler Moment und es liefen die Tränen.
00:01:38: Und ich als Coach weiß dann natürlich, okay du musst jetzt erst mal gucken warum laufen die Tränen und wenn das eher etwas Befreiendes ist.
00:01:50: Jetzt sind wir da!
00:01:51: Jetzt löst sich etwas.
00:01:52: Dann ist es für mich eigentlich etwas sehr Schönes.
00:01:56: also nicht nur eigentlich sondern es ist etwas sehr schönes weil plötzlich dann Mauern verschwinden.
00:02:02: ja Die Person, die ich dann coache, kommt einfach weiter im Leben und macht einen großen Schritt.
00:02:08: Und es spannend ist aber...die Gruppe, das habe ich erst so auf den in der zweiten Sekunde ungefähr gemerkt, hat ganz anders reagiert.
00:02:15: Sie kannten das nämlich nicht, dass jemand weint und waren sofort darauf bedacht, das müssen wir jetzt verhindern!
00:02:22: Wir müssen sofort gucken was diese Person jetzt braucht, sie muss sofort irgendwie ja aufhören zu weinen.
00:02:28: Das müssen wir irgendwie unterbrechen Weil der, das war wohl die Idee.
00:02:32: Weil selbst dieser Person sehr schlecht geht und dann musste ich sofort rein und sagen so Moment!
00:02:37: Das ist alles völlig in Ordnung und das ist etwas Gutes.
00:02:41: zumindest in diesem Moment war es dass weil die Person bei ihrem Problem jetzt ankam Es löste sich jetzt was Die Last fiel ab Und dann kommen häufig auch mal gerne Tränen tatsächlich sehr gut aufgenommen und die waren einen kurzen Moment noch irritiert.
00:03:00: Und haben dann aber gemerkt, ja stimmt es ist ein Unterschied ob jemand jetzt wirklich weint weil er oder sie total verzweifelt ist oder weil irgendwas ganz Schlimmes passiert ist oder weil sich da etwas gelöst hat, unähnliches und das konnte die Gruppe dann auch sehen.
00:03:17: Aber an diesem Beispiel merkt man dass wir in unserer Gesellschaft sehr häufig auch in dieses Mitleid reingehen und das sehr schnell mit uns verbinden was ja eigentlich ganz gut ist ne?
00:03:30: Das ist ja empathisch, das ist Empathie.
00:03:33: aber dann so ein Mitleit rein gehen und manchmal tiefe Dinge bei uns triggern Damit sind wir schon mitten im Thema, nämlich mit Gefühl statt Mitleid.
00:03:47: Und das finde ich etwas sehr wichtiges.
00:03:50: Als ich früher mit Kindern gearbeitet habe in Nakita oder in der Schule, da hatte auch Momente wo ich krass ins Mitleit gegangen bin und bin damit total reingegangen.
00:04:03: Und hab später auch gemerkt, irgendwie weiß ich nicht ob das jetzt so das Richtige war.
00:04:08: So, Spoiler Alarm nach all den Jahren?
00:04:10: Nee was natürlich nicht!
00:04:11: Es war keine gute Idee da ins Mit-Light zu gehen.
00:04:14: Ich hätte dort eher ins Mitgefühl gehen sollen Was ich heute eher mache.
00:04:19: Aber dazu muss man ja erst mal den Unterschied kennen.
00:04:22: Erstmal grundsätzlich.
00:04:23: Bei Mitgefühlen ist es so Das verbindet dich.
00:04:26: Du fühlst bei der Person mit Du kannst dir das vorstellen, du hast vielleicht eigene Dinge erlebt.
00:04:33: Du gehst nicht in diese Dinge rein sondern du hast dieses Gefühl da!
00:04:38: Du baust deine Verbindung zu der anderen Person aus wenn du zum Beispiel mit Kindern arbeitest oder jemand aus deiner Familie ja?
00:04:45: Wenn diese Person irgendwie leidet und du gehst ins Mitgefühl dann bist du da für die Personen.
00:04:53: Wenn du ins Mitleid reingehst, dann ziehst du dich oder lässt du dich mit runterziehen.
00:05:00: Also in dieses negative, in dieses Leid!
00:05:03: Du lässt dich mit herunterziehen und du bleibst nicht da, du behältst nicht deine Stärke sondern du verlierst im Grunde vielleicht sogar den Boden unter den Füßen.
00:05:13: Ja das heißt du gehst in diesem Mitleit, du lässt dich runterziehen.
00:05:18: Das ist der Unterschied ist ich fühle mit dir das Mitgefühl Und ich leide mit dir, also ich gehe da auch rein in dieses Leid.
00:05:28: Das ist erstmal so unser Unterschied das du weißt wovon ich hier rede wenn ich diese beiden Wörter benutze.
00:05:34: Das erste was sich dir mitgeben möchte ist helfen aus Mitleid.
00:05:39: ja kann den anderen kleiner machen.
00:05:42: Das haben wir auch gerne, das haben wir sehr häufig mit Kindern zum Beispiel.
00:05:46: Da haben wir ein Kind was eigentlich... Also es ist eine super Herausforderung und es ist total schwer und anstrengend und vielleicht total unschön für das Kind.
00:05:56: also das hat keine guten Gefühle ja?
00:05:59: Vielleicht leidet es sogar ein bisschen.
00:06:01: Ja und ich meine jetzt nicht dieses volle Leid wo wir dann wirklich gucken müssten okay holen wir das Kind da lieber raus oder so sondern etwas.
00:06:08: die Situation ist überhaupt nicht cool fürs kind.
00:06:11: So, jetzt sind wir da drin.
00:06:14: Wenn ich jetzt ins Mitleid gehen würde, dann würde ich sofort machen so was wie du schaffst das nicht.
00:06:21: Ja?
00:06:22: Ich muss dich retten!
00:06:23: Ich muss Dich daraus holen!
00:06:25: Du kannst das
00:06:26: nicht!".
00:06:27: Und der ist natürlich limitierend.
00:06:29: es heißt nicht dass es nicht diese Situation auch gibt wo wir gucken müssen oh Gott das Kind is total am Scheitern.
00:06:35: Dann bringt uns trotzdem aber dieses mit Leid nicht dieses.
00:06:40: Oh du scharfst es nicht und ich musst dich rette.
00:06:44: Ja, hatte ich zum Beispiel auch mal eine Situation mit einem Kind was bei uns in der Einrichtung war und was auch nicht mehr tragbar war usw.
00:06:52: Wir waren auch schon in der Unterhaltung mit dem Jugendamt und während ich mit dem Jugendamt gesprochen habe hat dann meine, ich sag mein Kollegen rannte total hysterisch irgendwie durch den Raum und sagte nur immer wir müssen dieses Kind retten!
00:07:08: Und ja da... habe ich auch daran gedacht, wir müssen irgendwas tun.
00:07:13: Aber also auch das Jugendamt waren mit mir in diesem Raum.
00:07:16: Wir haben beide überlegt was können wir jetzt machen?
00:07:19: Wir waren beide im Mitgefühl während die Kollegin im Mitleid war.
00:07:23: Das heißt sie konnte dem Kind überhaupt nicht helfen.
00:07:26: Die ist da voll abgestiegen, voll reingegangen und war total verzweifelt.
00:07:31: Also wir konnten mit der gar nicht arbeiten.
00:07:33: im Grunde Wir mussten dann irgendwie versuchen, dieses Kind nach vorne zu bringen.
00:07:40: Eine Lösung für das Problem zu finden und das konnten wir nur halt im Mitgefühl machen.
00:07:46: also mit Leid ist dieses ach du schaffst das nicht ich muss dich retten wir müssen die Kinder alle retten usw.
00:07:53: Und im Mit Gefühl ist es eher Ich sehe wie schwer das jetzt für dich ist.
00:07:59: Ich traue dir das aber zu und ich begleite dich dabei.
00:08:03: Das ist das Wichtige, also in dem Mitgefühl begleitte ich jemanden im Mitleid versuche da jemanden zu retten.
00:08:11: Ich hoffe du weißt was sich mit meinen Worthülsen hier, also mit den Wörtern meine denn natürlich gibt es auch Situation wo wir Kinder retten wollen.
00:08:21: so ganz klar.
00:08:23: Aber Ich sag mal so, es gibt auch in jedem Team... In jedem Lehrerzimmer gibt's immer wieder Menschen die da sind.
00:08:36: Die sagen wir müssen dieses Kind retten und alle retten endlich.
00:08:40: Und das ist nicht!
00:08:42: Wir können nicht alle retnen?
00:08:44: Dann gibts aber genauso die dann da einen ganzen Tag rumstehen und sagen ja wir können halt nicht alle Retten Das ist halt einfach so.
00:08:50: Beides ist keine gute Idee sondern eher ein klares, ja nicht die Emotion ausschalten.
00:08:59: Sondern da sein ein klares Mitgefühl.
00:09:01: was können wir jetzt wirklich machen?
00:09:04: Weil du bist die Fachkraft!
00:09:05: Du musst das klären jetzt.
00:09:07: Du solltest jetzt eine Lösung finden dafür bist du da egal ob als Lehrkraft als pädagogische Fachkraft oder was auch immer.
00:09:13: Ja also weder bitte rumlaufen Wir müssen sie alle retten noch wir können halt nicht jeden retten Auch nichts dazwischen sondern etwas ganz anderes dass es Meine Meinung jetzt.
00:09:24: Also eher mit Gefühl und versuche es doch, also nicht mit runterziehen lassen aber auch nicht kalt bleiben.
00:09:33: Das nächste was ich dir mitgeben möchte ist Nicht jedes unangenehme gefühl muss sofort weg Hatten wir auch am Anfang in dieser Coaching-Szene, die von der ich erzählt habe.
00:09:44: natürlich ist das unangenehm.
00:09:46: Also Coaching kann halt einfach unangener sein.
00:09:49: Das ist nicht immer nur jetzt ist es die ganze Welt besser nach dem Coaching.
00:09:54: ja wenn du am Ende bist so des Coachings dann ist die Welt cooler und zwar mega cool.
00:09:59: also dafür machen wir ja Coaching.
00:10:01: aber während des Coachings ist das anstrengend und da sind auch Gefühle Und die müssen nicht immer weg.
00:10:08: Die müssen manchmal auch gefühlt werden, auch Wut zum Beispiel oder Angst – all diese Dinge dürfen dann gefühled werden und da kannst du dich mal jetzt prüfen.
00:10:18: wenn du hier zum Beispiel Menschen arbeitest ist Wenn jemand weint geht es darum sofort die Person zu trösten.
00:10:25: Ja ich arbeite in der Kita Ich arbeite nach Schule In einer Wohngruppe was auch immer.
00:10:29: Da is ein Kind das weint.
00:10:31: Jugendlicher der Weint.
00:10:32: Sofort Trösten Nicht immer die beste Idee.
00:10:35: Erst mal Überblick verschaffen oder auch jemand ist verzweifelt.
00:10:40: Braucht du dann sofort eine Lösung?
00:10:42: Ist das wichtig für dich, dass dann wenn jemand verzweift ist, du kommst sofort in die Lösung und musst sofort ins Machen, sofort in der Umsetzung.
00:10:48: Oder genauso jemand ist traurig ein Kind in deine Einrichtung ist traurecht.
00:10:53: zum Beispiel wenn du mit Kindern arbeitest Dann geht es darum, dass das Kind sofort wieder glücklich ist.
00:10:59: Muss es das so fort sein?
00:11:01: Und wenn das der Fall ist dann überprüfe mal ganz kurz warum.
00:11:05: Das ist nämlich etwas von dir nicht etwas von dem kind.
00:11:10: also jemand weint sofort trüsten Jemand veräst verzweifelt sofort die lösung.
00:11:19: Oder ein Kind ist traurig, sofort wieder glücklich machen.
00:11:23: Keine Zeit verlieren?
00:11:24: Ja das Gefühl, dass darf nicht ausgehalten werden.
00:11:27: Das muss sofort weg.
00:11:28: alle geblöden Gefühle müssen sofort weg.
00:11:30: noch mal die Erinnerung gefühle sind niemals gut oder schlecht sondern sie sind funktional oder dysfunktional.
00:11:37: also Gefühlen sind nie grundsätzlich gut oder schlecht.
00:11:43: Sie helfen nur oder sie helfen nicht.
00:11:46: Das ist eher das Interessante.
00:11:47: Also nicht ein... Gefühle bitte, nicht einsortieren!
00:11:50: Sortieren in gute und schlechte Gefühlen gerade mit Kindern auch nicht.
00:11:54: sonst haben wir ganz große Probleme Denn manchmal wollen wir Gefühles wegmachen weil wir sie nicht aushalten.
00:12:03: also wenn wir mit anderen Menschen arbeiten egal ob groß oder klein dann wollen wir vielleicht das Gefühl was so schlecht ist was die andere Person hat.
00:12:13: Das wollen wir nicht aushalten, das mögen wir nicht.
00:12:15: Und dann gehen wir sofort rein und dann muss das Gefühl weg.
00:12:18: Das sollten wir nicht tun!
00:12:19: Wir sollten das aushalten können... ...und da hilft uns auch wieder das mit Gefühl und nicht das mit Leid.
00:12:25: Mit Leid?
00:12:26: Dann können wir es nicht authalten.
00:12:27: Dann ist das so superschrecklich und anstrengend.
00:12:31: Und da bietet sich dann die nächste Frage an, wenn ich so eine Situation habe, wem helfe ich eigentlich wirklich?
00:12:38: Also helfe Ich jetzt dem Kind, dem Jugendlichen der Jugendlichen erwachsenen Person wie auch immer ja.
00:12:44: Der anderen Person helfe mich dieser Person oder versuche ich gerade mir zu helfen.
00:12:50: Das ist ganz wichtig das muss ich immer reflektieren und immer da haben.
00:12:53: Ja weil das Leid des Anderen kann unter Umständen mein eigenes Thema Trägern.
00:13:00: Und dann bin ich plötzlich in meinem Thema drin, dann gehe ich da rein in dieses Leid und so weiter... ...und dann hilft es ja gar nichts!
00:13:09: Also plötzlich geht's gar nicht mehr um den anderen Menschen.
00:13:11: Es geht nur noch um mich.
00:13:13: Ich komme nicht klar auf die Welt und keine Ahnung, in der Kita ein Kind weint etwas ganz Schreckliches erlebt oder irgendwas.
00:13:20: Jetzt brauchst du Begleitung und wir gehen da nochmal voll rein.
00:13:24: Das merken wir auch häufig.
00:13:26: Wenn das Kind dann, Kinder sind da ja häufig auch sehr resilient.
00:13:30: Also die unterschätzen wir auch sehr häufig und... Dann merken wir das und für das Kind ist es wieder okay.
00:13:36: Es geht dann plötzlich ganz schnell, und dann wird das Kind aber auch
00:13:38: widerspielen.".
00:13:39: Und dann sind wir als Erwachsene noch so ... Moment!
00:13:41: Wir müssen doch jetzt das Problem klären?
00:13:43: Wir müssen das Kind retten, die Welt retten
00:13:46: usw.,
00:13:46: sowieso ist nicht alles vorbei.
00:13:49: Das Phänomen kennst du dann auch wenn sich Kinder streiten.
00:13:53: Die Erwachsenen versuchen nicht nur zu moderieren sondern sie versuchen die Verantwortung übernehmen und die Lösung herbeizuführen usw.
00:14:00: Sind die Eltern noch immer und die Erwachsenden und Fachkräfte sind immer noch dabei, die Lösungen herbeizusuchen zu führen.
00:14:08: Und die Kinder spielen schon wieder miteinander.
00:14:10: Das haben wir dann auch.
00:14:12: Da musst du aufpassen, dass du halt nicht mit der eigenen Geschichte von dir die Erlaubnis gibst dich dazu triggern und da ins große Leid einzusteigen.
00:14:24: Das sollten wir auf gar keinen Fall tun!
00:14:28: Zum Schluss noch etwas Wichtiges zur professioneller Nähe Denn nochmal die Erinnerung, es gibt auch die professionelle Distanz.
00:14:37: Genau ich komme immer nicht drauf weil Bullshit.
00:14:40: Professionelle Distance ist unpädagogisch und professionell.
00:14:44: das ist Quatsch.
00:14:44: also wenn dir noch einer was von der professionellen Distanz erzählt dann ist es die Unprofessionalität ganz einfach.
00:14:51: Also glaubt das bitte nicht!
00:14:52: Einfach nett nicken und sagen nee ist nicht so.
00:14:55: ja also professionele Nähe professionelle distance Erst mal grundsätzlich, es geht um die professionelle Nähe.
00:15:02: Die brauchen wir!
00:15:04: Professionelle Näher heißt ich bin bei mir, Ich bin bei dir, ich bin sehr nah dran aber ich bin professionell.
00:15:11: das ist wichtig.
00:15:12: denn die nähe an sich egal faktisch oder was weiß ich wenn du sie fühlst diese nähe dann ist die positiv.
00:15:19: Wenn du Distanz fühlst und die muss nicht faktisch da sein, es geht nur darum wie du's fühltest.
00:15:25: Willst Du Distanz aufbauen?
00:15:27: Dann spürt das Dein Gegenüber und dann verlierst du deine Professionalität.
00:15:32: Das macht nur Sinn wenn du nicht mehr kannst!
00:15:35: Wenn du sagst ich schaffte es hier nicht mehr Ich muss eine Mauer aufbauten, ich muss jetzt selbst stutz Ähm...ich muss alle anderen loslassen um mich rum Ich kann keine Verantwortung gerade übernehmen Ich muss mich um mich kümmern Dann ist Distanz ganz wichtig.
00:15:47: Und ja, dieser Moment, den darf es auch geben!
00:15:50: Dann musst du nur schnell organisieren dass jemand anderes für dich einspringt wenn du dann halt im sozialen Bereich arbeitest.
00:15:58: Also wir brauchen nicht die professionelle Distanz Wir brauchen die professionele Nähe Denn Distanz ist grundsätzlich wie gesagt nicht professionell Ja sondern eben nur dann indem diese Ausnahme die ich gerade genannt habe Es geht mehr darum in die Nähe zu kommen, denn die Näe macht dich wirksam.
00:16:17: Ja sie muss nur professionell sein.
00:16:19: also die Art der Nähe.
00:16:21: Die muss professionell seien das ist wichtig.
00:16:24: aber du brauchst eine unendliche Nähe gerne gerade wenn du mit Kindern oder mit Jugendlichen oder wie auch immer arbeitest ja wo es ich sag mal ein bisschen knackiger alles ist ja die ihre Geschichte mitbringen dann brauchst du ganz viel nähe aber eben professionell.
00:16:40: Ah, da ist dann wichtig.
00:16:42: Ja also nicht wie gesagt Distanz professionell das ist Quatsch und nicht je mehr ich mitleide desto menschlicher bin ich.
00:16:53: Das ist die andere Form.
00:16:54: ja dass es auch nicht richtig.
00:16:56: das heißt wenn Ich jetzt glaube oh ich baue ganz viele Nähe auf weil ich leide somit ich gehe da so krass Mit rein Dann bist du dadurch Nicht Menschlicher sondern unprofessioneller Weil Du Dich Darin Verlierst.
00:17:09: Also Wie gesagt Professionelle Nähe, ganz wichtig.
00:17:13: Das da geht es im Grunde drum mit Gefühl statt Mitleid.
00:17:19: Also ganz wichtig wenn du coachst, wenn du mit anderen Menschen arbeitest haben wir nämlich im Coaching auch.
00:17:25: Im Eins zu Eins Coaching zum Beispiel ganz viel.
00:17:28: Wenn du da ins Mitleid reingehst dann wirst du automatisch in dem Moment unprofessionell.
00:17:34: das darf nicht passieren.
00:17:36: also Mitgefühl ja aber nicht mit Leid weil Du bist in der Führung Du darfst jetzt nicht plötzlich auch ausklingen und genau das gleiche ist In sämtlichen sozialen Settings.
00:17:46: Da ist das ganz ganz wichtig.
00:17:48: Das war's für heute mit Mitgefühl statt Mitleid.
00:17:52: Wenn du das ein bisschen trainieren willst und vielleicht sogar mit anderen zusammen trainieren möchtest, dann bist du herzlich willkommen bei der Weiterbildungsreihe Beziehungspädagogik!
00:18:07: Du findest alle Infos auf meiner Homepage, wie immer natürlich und das kannst du als pädagogische Fachkraft egal mit welchen Vorkenntnissen.
00:18:15: ja weil wir bei der Grundsätzlichkeit anfangen.
00:18:18: Es ist egal ob du jetzt ihr Erzieherin gemacht hast oder aus dem Lehramt kommst, ob du völlig egal wo du herkommst.
00:18:25: Ja es ist auf jeden Fall was für dich.
00:18:27: Kannst auch Sportcoach sein.
00:18:32: Probier's aus!
00:18:32: Also... Ja, das ist dann die Weiterbildungsreihe Beziehungspädagogik.
00:18:38: Und wenn du dich aber mehr um dich selber kümmern möchtest und gucken möchtes vielleicht bist Du ja eine Person die sehr stark in dieses Mitleid reingeht und es eigentlich gar nicht mehr will Dann ist natürlich Coaching am Meer Das Ding für Dich.
00:18:51: da machen wir genau solche Geschichten.
00:18:54: Da gibt's dann Übungen zu.
00:18:56: Wir gehen dann da direkt durch und lösen dann diese Probleme.
00:19:00: Alle Infos findest du wie gesagt auf meiner Homepage www.dirkfiebelkorn.com, findest mich auch bei Instagram und anderen Social-Medias.
00:19:10: Wie sagt man es heute?
00:19:12: Ansonsten siehst Du mich und hörst Du mich!
00:19:14: Auf jeden Fall nächste Woche wieder.
00:19:16: alles Gute bis dahin und ciao.
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